Linachtalsperre Vöhrenbach
Linach Ausleitung 1998-2006
Stromproduktion
Technische Daten
Fotos zur Reaktivierung
Rundweg Kraftwerk
Seemühle Hüfingen
Park Donaueschingen
Steinersäge Hüfingen
Oberndorf
Strom-Boje Mittelrhein

Ausleitungskraftwerk Linach in Vöhrenbach 1998-2006


Mit dem Linach-Kraftwerk hat die Gedea ihr Wasserkraft-Flaggschiff errichtet. Während in Vöhrenbach immer an den See gedacht wurde, hatte die Gedea vorrangig das Ziel der Stromerzeugung verfolgt und das Thema Reaktivierung der Staumauer zunächst ausgeblendet. Gedea und Stadt fanden sich in dem gemeinsam getragenen Konzept:

 

1. Stufe: Reaktivierung der Stromerzeugung durch die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterGEDEA-Linach-KG. Das Wasser wurde über einen Ausleitungskanal dem Triebstrang zugeführt. Am 16.  Dezember 1998 wurde mit dem Lichtfest II (auf den Tag genau 75 Jahre nach dem Lichtfest I) die Stromerzeugung wieder in Betrieb genommen. Bis 11. September 2006 wurden fast 8 Mio. kWh sauberer Wasserkraftstrom erzeugt. Bei der Realisierung des Ausleitungskraftwerkes fand das Engagement von Gesellschaftern aus Vöhrenbach zusammen mit Gesellschaftern von außerhalb, wie z.B. Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterNorbert Kestermann aus Mülheim an der Ruhr, der "die Leute vor Ort in einem sinnvollen Energieprojekt unterstützen" wollte.

 

2. Stufe: Breit getragenes Vorantreiben der Reaktivierung der Staumauer mit Hilfe des Fördervereins Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster„Rettet die Linachtalsperre“ e.V. Hier hatte die Stadt Vöhrenbach einen Riesenerfolg im Mobilisieren von Fördermitteln, so dass die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterReaktivierung der Staumauer erreicht und in den Jahren 2006 und 2007 umgesetzt werden konnte.

 


Für die Stufe 1 – Reaktivierung der Stromerzeugung – mussten 1,1 Mio. DM aufgewendet werden, wobei 118 Kommanditisten insgesamt 700.000 DM Kommanditkapital eingebracht haben. Für die Koordinierung und Ausführung war die Firma Franz Heitzmann aus Rottweil verantwortlich, die auch den Betrieb der Anlage begleitet, der durch unseren Ausschuß Technische Betriebsführung und dort besonders durch die aktiven Kraftwerkswärter Henrik Dezman, Willi Heizmann, Johannes Scherzinger und Roland Schreijäg gesichert wurde.

 

Seit der Inbetriebnahme am Lichtfest II am 16. Dezember 1998 – genau 75 Jahre nach dem ersten Lichtfest – produziert die Anlage zufriedenstellend und speiste, bis auf das Ausnahmejahr 2003 mit seinem extrem trockenen Sommer, jedes Jahr im Schnitt rund 1 Mio. kWh ins Netz ein. In den ersten nassen Jahren etwas mehr, in den letzten trockenen Jahren etwas weniger. Anfang September 2006 wurde die Anlage abgeschaltet, damit sie auf Vollstaubetrieb umgerüstet werden kann.

 

Ab 2006 griff die Stufe 2 der Wiederbelebungs-Strategie. Die Staumauer ist durch die Stadt mit Hilfe hoher Zuschüsse saniert worden. Der See wurde endlich wieder aufgestaut. Damit wird den Zielen des Denkmalschutzes und des Tourismus gleichermaßen gedient. Von Kraftwerksbetreiberseite aus wurde das Linach-Kraftwerk wird an den höheren Voll-Stau-Druck angepasst. Diese Anpassung ist wirtschaftlich möglich - auch durch die Förderung durch die badenova. Die Gedea-EnergieMix-Beteiligungs-KG hat sich an der Finanzierung der Umbaukosten beteiligt.


Ab 16. März 2007 erfolgte die Probeaufstauung, nachdem die Arbeiten fertiggestellt wurden. Das Kraftwerk hatte seinen Probebetrieb aufgenommen, nachdem die Probestauung ergeben hatte, daß die Geomembran-Abdichtung der Staumauer voll funktionsfähig und dicht ist und nachdem der Wasserstand ausreichend über dem Einlaufbauwerk zum Triebwasserstollen lag.


Der Probestau wird beibehalten, bis mindestens eine Vollmessung im Sinne des Mess- und Kontrollprogramms vorliegt. Nach Auswertung und Beurteilung der Ergebnisse aller Messungen der Probestauetappe entscheidet eine Kommission bestehend aus Vertretern der Behörden, Fachstellen, Prüfer, Stadt Vöhrenbach sowie des Betreibers Gedea Linach KG über die Fortführung des Probestaus, ob und unter welchen Bedingungen der weitere Aufstau freigegeben wird. Nach den bisherigen Überprüfungen kann das Stauziel schrittweise erhöht werden, wobei weitere Beobachtungen vorgenommen werden. Bis Ende September wurde die Höhe des Vollstaus bereits fast erreicht. Mehr über den Probestau können Sie auf den Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterSeiten der Stadt Vöhrenbach nachlesen