Kandrich I + II
Kandrich III
Kandrich IV + V Planung
Grüner Heiner

Kandrich IV + V genehmigt


Endlich ist der weitere Ablauf für K4 + K5 planbar und unser Bild oben ist veraltet.

Im Juli 2009 wurde der Flächennutzungsplan genehmigt. Wir haben nicht darauf gesetzt zwei E-82 schnell zu verwirklichen sondern haben daran gearbeitet zwei E-126 auf den Kandrich zu bekommen. Grundlage war wie immer: Soviel Windstrom wie möglich vom Kandrich zu ernten. Leider war ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich, die Anlagen waren zu teuer. Während dessen wurde bekannt, dass Enercon eine E-101 entwickelt. Preise und Kalkulationen zeigten, dass mit dieser Anlage unsere Ziele wirtschaftlich erreicht werden konnten. Die Lieferung der Anlagen verzögerte sich, der positive Effekt: Wir können noch auf einen höheren Turm umsteigen. 149 m anstatt 135 m. Zudem konnte der Standort für die K4 so verlegt werden, dass der weitere Ausbau vorteilhaft möglich ist. Die Baumaßnahmen für K4 & K5 starten im August 2012. Inbetriebnahme vorgesehen im Frühjahr 2013.

 

Weiterer Ausbau? Im Frühjahr 2012 wurde ein Raumordnungsplan veröffentlicht der im Raum Kandrich weitere Anlagen ermöglicht. In einem Gemeinschaftswindpark mit dem "Stadtwerk" unseres Verpächters können zehn weitere E-101 aufgestellt werden. Weitere Informationen finden sie auf der Seite der GEDEA-Ingelheim.

 

 

Der lange Weg zum genehmigten Flächennutzungsplan::

 

Die VG Stromberg hat eine "Rechtsgutachtliche Stellungnahme zur Rechtmäßigkeit der Flächennutzungsplanung der Verbandsgemeinde Stromberg im Bereich der Windenergienutzung unter besonderer Berücksichtigung regionalplanerischer Anforderungen" veranlaßt, und ist sich nun sicher, dass sie auch aus rechtlicher Sicht auf einem sicheren Weg ist., da eine ordnungsgemäße Abwägung durch den Verbandsgemeinderat stattgefunden hat. Zudem wurde eine zusammenfassende Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster"Naturschutzfachliche Stellungnahme zur Fortschreibung des Flächennutzungsplanes der Verbandsgemeinde Stromberg – Teilbereich Windkraft" in Auftrag gegeben, um auch hier eine übersichtliche und kompakte Sachdarstellung zu haben. Die Stellungnahme ist auf der Internetseite der Verbandsgemeinde Stromberg veröffentlicht und über den obigen Link erreichbar.

 

Um einen neuen Anlauf zu nehmen wurde der Beschluss zur Vorlage des Flächennutzungsplanes widerrufen, damit ist die Ablehnung und der Widerspruch und das ganze Hin und Her vom Tisch (Beim Computer: Neustart!). Dann wurde die Planung erneut beschlossen und angereichert mit der Naturschutzfachlichen Stellungnahme erneut eingebracht. Damit ist der Weg rechtlich neu beschritten worden, wobei zu hoffen ist, dass auch der Landkreis mit einen Neustart an die Sache herangeht. Wenn das nichts hilft, bleibt nur der Rechtsweg.

 

Die Bedeutung des Klimaschutzes: In der o. g. Naturschutzfachlichen Stellungnahme wird in der Zusammenfassung hervorgehoben, dass bei dem Verfahren der "Klimaschutz als ´übergeordneter globaler Naturschutz` begriffen wird". Das sehen wir auch so! Fehlendes konsequentes Engagement für Klimaschutz hat auch wirtschaftliche Auswirkungen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hat einen Bericht "Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKosten des Klimawandels ungleich verteilt: Wirtschaftsschwache Bundesländer trifft es am härtesten" veröffentlicht, nach dem Rheinland-Pfalz bis 2050 kumuliert mit über 80 Milliarden Euro Kosten durch Klimaschäden rechnen muss. 

 

 

Noch einige Anmerkungen zur langen Vorgeschichte:

 

Nach der Realisierung der beiden ersten Anlagen auf dem Kandrich haben wir Untersuchungen und Genehmigungsanträge eingeleitet zur Realisierung von drei weiteren Anlagen, was letztlich damit endete, dass wir die dritte Anlage auf der ausgewiesenen Fläche realisierten. Diese Vor-Vorgeschichte ist auf der Seite Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKandrich III nachzulesen.

 

Es ist weiterhin das Ziel, auf dem Kandrich so viel wie möglich sauberen Windstrom zu ernten. Dazu bemühen wir uns zusammen mit der Stadt Ingelheim als Waldbesitzer, der Ortsgemeinde Daxweiler und der Verbandsgemeinde Stromberg, durch eine Fortschreibung des Flächennutzungsplanes eine Erweiterung der Vorrangfläche zur Errichtung von zwei weiteren Anlagen zu erreichen. Der ehrgeizige Plan zur Offenlegung des Flächennutzungsplanes im Januar 2006 mit Verabschiedung bis 30.06.06 nach altem Recht konnte nicht verwirklicht werden. Die Verzögerungen durch eine Anwendung des neuen Rechts mit höheren Auflagen mussten in Kauf genommen werden.

 

In der Folge hatte die Verbandsgemeinde Stromberg daran gearbeitet, die nach neuem Recht erforderlichen Unterlagen zusammenzustellen, damit der Flächennutzungsplan mit den besten Chancen auf Genehmigung zur Offenlegung beschlossen werden kann. Zum Jahresbeginn 2007 wurde der Umweltbericht fertiggestellt, der eine positive Beurteilung des Standortes Kandrich brachte, da keine erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten sind. Auf dieser Grundlage kam es zur dem positiven Beschluss vom 8. Februar 2007 zur Teilfortschreibung des Flächennutzungsplanes. Wir freuen uns über das deutliche politisches Zeichen für die weitergehende Nutzung der Windkraft in Stromberg und auf dem Kandrich. Der Stand der Flächennutzungsplanänderung Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterFortschreibung Windkraft ist auch über die Stromberger Internetseite abrufbar.

 

Leider hat der Landkreis Bad Kreuznach seine Zustimmung zu den Fortschreibungsplänen der Verbandsgemeinde Stromberg versagt. Damit soll die Sache für uns aber nicht aufgehoben sondern allenfalls aufgeschoben sein. Wie oft im finstersten Dunkel leuchtete auch hier in der Vorweihnachtszeit 2007 ein Lichtlein auf: "Hans-Joachim Schüffner appellierte an die Kreisverwaltung, den Ortsgemeinden Dörrebach, Sei­bersbach und Daxweiler nicht die  Entwicklungschance zu nehmen und den Flächennutzungsplan, der für die Errichtung von Windenergieanlagen fortgeschrieben wurde, zu genehmigen.“ (Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterAZ Bad Kreuznach vom 10.12.07). Hans-Joachim Schüffner ist der CDU-Fraktionsvorsitzende der Verbandsgemeinde Stromberg.