Kandrich I + II
Kandrich III
Erneuerbare-Energie-Tag 2008
www.kandrich.de
Kandrich IV + V Planung
Grüner Heiner

Windkraftwerk Kandrich III im Hunsrück

Gedea-Windkraftanlagen auf dem Kandrich

Die Windkraftanlage Kandrich III ist seit Oktober 2005 in Betrieb und wurde wegen ihrer hervorragenden Produktion ganz schnell zum Paradestück auf dem Kandrich. Die Enercon E 70  mit 2 MW Leistung, 71 m Rotordurchmesser und 113 m Nabenhöhe hat in den ersten beiden Monaten mehr produziert als Kandrich I und II zusammen. Das war vielleicht Zufall, hat aber dennoch Freude gemacht, weil die Lage bez. der Hauptwindrichtung hinter den beiden anderen Windkraftwerken doch ein Fragezeichen hinter die kalkulierte Produktionserwartung gesetzt hatte. Das neue Flügelprofil trägt zu der verbesserten Ausbeute bei und der höhere Turm gleicht nicht nur die tiefere topographische Lage aus sondern sorgt für eine verbesserte Luftanströmung mit mehr Wind und weniger Turbulenzen. Die lange Wartezeit auf die Anlage wird durch eine verbesserte Produktion ausgeglichen. Der technische Fortschritt erzwingt die Realisierung weiterer Anlagen.

 

Zur Vorgeschichte: Nach den positiven Betriebserfahrungen mit den ersten beiden Anlagen gab die Gedea eine Studie in Auftrag mit dem Ziel, das Umfeld des Kandrich zu untersuchen. Ergebnis war, dass an zahlreichen Standorten der wirtschaftliche Betrieb einer Windkraftanlage möglich ist. Eine Anlage hätte auf der Vorrangfläche im Eingangsbereich des ehemaligen Militärgeländes platziert werden können. Wegen der drohenden Ertragseinbußen durch Abschattung wurde diese Lösung aber nicht konkret verfolgt. Zusammen mit der Stadt Ingelheim und der Forstverwaltung wurden Standorte für drei weitere Anlagen im Umfeld des Kandrich ausgewählt. Die VG Stromberg stand drei weiteren Anlagen aufgeschlossen gegenüber und hat eine Erweiterung der Vorrangfläche im Flächennutzungsplan vorgeschlagen. Zur Beschleunigung des Verfahrens wurde unsererseits ein Raumordnungsverfahren eingeleitet. Wegen des Vorrangs der Erholungsfunktion des Waldes wurde das Raumordnungsverfahren letzlich abgelehnt. Ein Zielabweichungsverfahren führte ebenfalls nicht zum Erfolg. Was blieb der Kandrich KG als Betreiber übrig: Zunächst die Realisierung der dritten Anlage auf dem ehemaligen Militärgelände. Durch den verbesserten Wirkungsgrad der Anlagen und den höheren Turm ergibt sich trotz der Nähe zu den anderen Anlagen eine zufriedenstellende Prognose für die Stromerzeugung. Sodann bleibt die Verfolgung der weiteren Standorte im Rahmen der Erweiterung des Flächennutzungsplanes.