Archiv BHKW
Gemeindezentrum Ehningen
Nahwärme Hausham
Aktion Strom aus Bürgerhand
Sunmachine Vertrieb

Blockheizkraftwerke bei der Gedea ...

... waren von Anfang an die Triebfeder für die Gründung der Gedea. Bei der Stromerzeugung in Großkraftwerken wird wesentlich mehr Wärme weggeworfen, als alle Haushalte der Bundesrepublik zum Heizen brauchen. Das ist unerträglich. Das Gegenmittel sind Blockheizkraftwerke. Seit Markteinführung der Sunmachine ist Kraft-Wärme-Kopplung im Haus auch über Holz-Pellets machbar. Aus der Erfahrung der Gedea muss man anprangern, dass die Kraft-Wärme-Kopplung von der Politik trotz Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetz mehr als vernachlässigt wurde (siehe BHKW der Nahwärme Hausham). Die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterENERGIEBOX, das Konzept von Ulrich Jochimsen (Link zur Studie aus 1978: Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDie Energiebox), wurde hierzulande nicht aufgegriffen, in Dänemark aber konsequent umgesetzt, wie der Bericht von Preben Maegaard zeigt. Derzeit wird das Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterPotential für häusliche Kraft-Wärme-Lösungen in Dänemark ins Auge gefasst. Um die beabsichtigte Prüfung des KWK-Gesetzes unter der Zielsetzung "Gerechtigkeit für die dezentrale Stromerzeugung aus Erdgas" durchzuführen bedarf es aber einer konzertierten Aktion aller interessierten gesellschaftlichen Kräfte für die Erzeugung von Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterStrom aus Bürgerhand.

 

Forderungen der EU

Die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterEU-Richtline 2004/8/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 über die Förderung einer am Nutzwärmebedarf orientierten Kraft-Wärme-Kopplung im Energiebinnenmarkt zeigt, dass Kraft-Wärme-Kopplung auf EU-Ebene politisch gewünscht ist. Allerdings täuscht sich die EU mit ihrer Zufriedenheit über das Deutsche KWK-Gesetz, das in der vorliegenden Fassung nicht geeignet ist,  eine am Nutzwärmebedarf orientierte Kraft-Wärme-Kopplung und die Gründung neuer Unternehmen zu fördern. Siehe Beispiel Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterNahwärme Hausham und die dort erreichbare PowerPoint-Präsentation. Durch die Diskriminierung der "Altanlagen" wird ein eigens gegründetes Unternehmen eher abgewürgt als - wie von der EU erwartet - gefördert.

 

Forderungen für konsequente Kraft-Wärme-Kopplung durch Stromerzeugung aus Bürgerhand

Bei einzelnen Bürgern sind individuelle Entscheidungen vor dem Hintergrund der jeweils empfundenen Verantwortlichkeit möglich. Wenn viele Bürger betroffen sind, setzt sich das Argument des Geldsparens durch, die günstigste Lösung wird dann am Geldbeutel gemessen und nicht mehr am Umweltvorteil. In einem Pioniermarkt können sich Techniken wie die Sunmachine wegen ihrer vielfältigen Vorteile durchsetzen, da sie individuell angewendet werden können.

Eine allgemeine Nutzung der energiesparenden strukturverändernden Kraft-Wärme-Kopplung auch auf fossiler Basis kann nur erfolgen, wenn es einerseits der Industrie gelingt, kostengünstige Energieboxen im häuslichen Maßstab zu bauen, die bei erschwinglichen Wartungskosten bei steigenden Strompreisen eine wirtschaftlich lukrative Perspektive bieten oder wenn andererseits die Stromeinspeisepreise für dezentral erzeugtem Strom aus fossiler Kraft-Wärme-Kopplung so vergütet werden, dass unabhängige Stromerzeuger wirtschaftlich existieren können und ihren Wärmeabnehmern ein günstiges Wärmepreisangebot unterbreiten und langfristig garantieren können.

Die Entscheidung muss aber nicht getroffen werden zwischen "Individuellen Lösungen, von der Industrie bereitgestellt" oder "Gemeinschaftslösungen, durch die Politik über gerechte Stromeinspeisepreise gefördert". Die Entscheidung der Politik muss ganz klar dahingehend getroffen werden, dass Stromeinspeisung aus fossiler Kraft-Wärme-Kopplung mit gerechten Preisen zu vergüten ist. Eine Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetz verdient seinen Namen nur, wenn es die Kraft-Wärme-Kopplung fördert. Ansonsten müsste es heißen Kraft-Wärme-Kopplung-Beschränkungs-Gesetz.

 

Entwicklung der BHKW-Nutzung bei der Gedea

Die Schönauer Energie-Initiativen verfolgten nach Tschernobyl und einigen Energie-Seminaren mit Mitwirkung von Dieter Schäfer und Ulrich Jochimsen unter anderem das Ziel der Durchsetzung von Blockheizkraftwerken (BHKW). Für die verschiedenen Anwendungen außerhalb Schönaus wurde die Gedea gegründet. Um bessere Voraussetzungen für Blockheizkraftwerke in Schönau zu erreichen, wurde die Netzkauf Schönau gegründet. Kraft-Wärme-Kopplung ist  noch immer ein Grundanliegen der Gedea. 

 

In den frühen 90er-Jahren hat die Gedea schon mit der „Arbeitenden Ausstellung für Kleinst-Blockheiz­kraftwerke“ eine Lanze für die de­zen­trale Kraft-Wärme-Kopplung ge­brochen, bei der die eingesetzten Energieträger durch die gleichzei­tige Erzeugung von Wärme und Strom viel besser genutzt werden. Nachdem aber die Stromeinspei­sung mit fossil erzeugtem Strom nicht gesetzlich geschützt wurde, hatte es die Technik immer schwer, sich am Markt und besonders im Wohnbereich durchzusetzen und trat auch bei der Gedea etwas in den Hintergrund. Mehrere Anlagen aus der Zeit der "Arbeitenden Ausstellung" haben inzwischen ihre zwölfjährige Betriebszeit abgeschlossen.

 

Derzeit betreibt die Gedea kein BHKW.