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Kampagnenvorschlag von <br>Dieter Schäfer und Ulrich Jochimsen



Unter dem Titel „Strom aus Bürgerhand“ lässt sich eine Kampagne starten …

 

… für mehr Klimaschutz,

… für mehr Demokratie,

… für mehr Arbeitsplätze,

… für mehr ökologi­sches Wachstum in Industrie und Handwerk!

 

 

 

Erste nachträgliche Anmerkung (März 2007):

+ Dieser Kampagnenvorschlag wurde im September/Oktober 2006 gestartet und

+ Schritt für Schritt weiter ausgebaut bis Anfang 2007. Durch Einträge ins Forum

+ wurde der Vorschlag zur Aktion. Dann verlagerte sich das Schwergewicht

+ der Tätigkeit auf die Pflege der Seite www.strom-aus-buergerhand.de. Die Gedea

+ war zurückhaltend und hat "Strom aus Bürgerhand" nicht in ihrer Werbung genutzt.

 

 

Zweite nachträgliche Anmerkung (April 2008):

+ + Die Aktion "Strom aus Bürgerhand" brachte zwar Einträge im Forum,

+ + aber nur über Einzelaspekte. Dies führte nicht zu einem breiteren Fundament

+ + für die Aktion und schon gar nicht zu einer Kampagne. Diese Realität muss

+ + anerkannt werden. Wir haben daher das Forum eingestellt und die

+ + Aktion "Strom aus Bürgerhand" in den Kühlschrank geschoben.

+ + Da "Strom aus Bürgerhand" im Gedea-Umfeld auf positive Resonanz

+ + gestoßen war, werden wir die Botschaft jetzt im Rahmen unserer

+ + Werbung verwenden (z. B. in der Ausstellung oder bei dem Bürgerwindpark)

 

 

 

 

 

Die Kampagne:

Das Konzept passt in die derzeitige politische Landschaft. Die Energiewirtschaft will die Atomkraft länger betreiben und bietet Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterfossile Großkraftwerke als Alternative an. Verantwortungsbewusste Energie-Politiker wollen die Öko-Wärme und das Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetz Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster(KWK-Gesetz) auf den Prüfstand stellen. Unterstützen wir sie! Genützte Wärme aus fossiler Kraft-Wärme-Kopplung ist auch Öko-Wärme! Mit der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung können wir die Machterhaltungs-pläne der Energiewirtschaft auskontern. Wenn wir es schaffen, dass die Politiker es schaffen, dass es sich für alle lohnt, macht jedermann mit.

 

Einige Gedanken:

Öko-Heizungen? Brennstoffe verfeuern ohne Stromerzeugung? Na ja, wenn es nicht anders geht. AKWs länger laufen lassen? Auf gar keinen Fall. Sie laufen sowieso noch viel zu lange. Und die Alternative? Steinkohle und Gaskraftwerke? Auf gar keinen Fall. Diese Dinosaurier aus dem Groß­kraftwerkszeitalter brauchen wir in der Zukunft nicht mehr. Was wir brauchen ist eine konsequente Besinnung auf eine wirklich sparsame Energie­versorgung. Da ist es nicht alleine damit getan, Wärme sparsam zu nutzen oder Strom sparsam zu nutzen. Eine ganz entscheidende Einsparung ist die strukturelle Entscheidung für die Stromerzeugung dort, wo die Wärme genutzt werden kann. Also:

 

Das Ziel:   

Schluss mit dem Verschwendungs-Konzept:

Strom aus Großkraftwerken - Abwärme in die Flüsse und die Luft zu Lasten der Umwelt!

Her mit dem Optimierungs-Konzept:                     

Strom aus den Häusern – Nicht die Umwelt sondern die Häuser heizen!

 

Wir möchten die Energiewirtschaft mit ihren unverschämten Forderungen liebend gerne auskontern mit einem Konzept der effektiven Energie­bereit­stellung unter Einbeziehung der Bürger und Kommunen. Das Steinkohlekraftwerk, von dem die EnBW spricht gehört zerlegt in mehrere Blöcke, die in Städten betrieben werden, wo die erzeugte Wärme auch genutzt werden kann. Das Gaskraftwerk von dem die EnBW spricht, gehört zerlegt bis in kleinste Einheiten, um durch die Bürger in den Häusern mit ENERGIEBOXen Strom zu erzeugen und die Wärme gleich selbst zu nutzen.


Hintergrundinformationen zur Kampagne „Strom aus Bürgerhand“:

1. Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterPolitische Initiative für Öko-Wärme.

Anhand eines Artikels wird die politische Initiative von Hermann Scheer MdB verdeutlicht, aber auch eine Lanze für die Nutzung der fossilen dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung gebrochen.

 

2. Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterStrom aus Gas statt aus Atomkraft.

Hier wird anhand eines Artikels gezeigt, dass die EnBW beim planmäßigen Ausstieg aus Neckarwestheim I u. a. ein Gaskraftwerk bauen will. Ebenso wird aber gezeigt, wie in Dänemark strategisch entschieden wurde auf Naturgasnutzung in dezentralen Kraft-Wärme-Werken zu setzen. Damit wurden 2.700 MW elektrische Leistung an ENERGIEBOXen ans Netz gebracht, entsprechend der Leistung von zwei großen Atomkraftwerken. Weitere Informationen:    

     Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterUlrich Jochimsen, Mein Weg zur Energiebox.

     Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterUlrich Jochimsen, 1978, die Energiebox,

     Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterPreben Maegaard, Wie die Energiebox die dänische Energiestruktur veränderte. 

     Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterUlrich Jochimsen, Wieviel Platz gibt es noch für ENERGIEBOXEN in Dänemark?

Der Text von Preben Maegaard ist im Oktober 2006 im Solarzeitalter Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster3/2006 von Eurosolar leicht überarbeitet veröffentlicht worden. Wir freuen uns, dass ein großer Verband für erneuerbare Energien wie "EUROSOLAR Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V." sich der Thematik annimmt, wie durch dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung auf fossiler Basis die Energiestruktur so verändert werden kann, dass die erneuerbaren Energien für die Zukunft ein besseres wirtschaftlich-technisch-organisatorisches Umfeld bekommen. Der Originalbericht des Dansk Gasteknisk Center, der dem dritten Beitrag "Wieviel Platz gibt es noch für ENERGIEBOXEN in Dänemark" zugrundeliegt, ist in Dänisch als Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterpdf über die Seite der DGC abrufbar.

 

3. Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKWK-Vorreiter im Stich gelassen.

 Hier handelt es sich um unser BHKW in Hausham, mit dem die Gemeinde und wir in Vorlage gagangen sind und das auch durch die Altanlagenregelung im KWK-Gesetz Probleme bekommen hat. Mehr darüber über eine diesbezügliche Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterPowerPointDatei zum BHKW Hausham. Dort wird auch gezeigt, wie groß die Energieverschwendung durch Großkraftwerke wirklich ist.

 

4. Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterEine Horrorvision zur künftigen Pressearbeit der Energiewirtschaft.

In dem Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterunter 2. wiedergegebenen Artikel (Roter Rahmen) wird ausgesagt, dass die EnBW "in einer Berliner Erklärung" angekündigt hat "nach britischem Vorbild eine Interessengruppe aus Top-Managern, Politikern und Wissenschaftlern zusammenzurufen, die für eine umweltfreundliche Energiepolitik eintreten soll." In dieser Anlage ist ein fiktiver Artikel angetextet, der sich aus der Öffentlichkeitsarbeit von EnBW und Interessengruppe ergeben könnte. Wir meinen, die Bürgerinitiativen müssten eine entsprechende Interessengruppe dagegensetzen.

Interessengruppe Strom aus Bürgerhand und ihr Forum: Wir wollen unter dem Schlagwort „Strom aus Bürgerhand“ nicht "nach dem Vorbild der EnBW" sondern im Gegensatz zur EnBW eine Interessengruppe aus Top-Bürgerinitiativlern, Kommunal-Politikern und umweltbewussten Menschen zusammenrufen, die für eine umweltfreundliche Energiepolitik eintreten soll. Für den weiteren Aufbau haben wir ein Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterForum eingerichtet. Wirken Sie durch Ihren Eintrag am Aufbau und an der Verbesserung und Verbreiterung der Interessengruppe „Strom aus Bürgerhand“ mit.

 

5. Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterAuf dem Weg zur Naturwirtschaft - Ein Energie-Lesebuch.

Die Initiatoren dieser Aktion Strom aus Bürgerhand arbeiten schon lange zusammen, seit Anfang der 80er-Jahre des letzten Jahrtausends. Aus dem Jahr 1984 ist das Energie-Lesebuch "Auf dem Weg zur Naturwirtschaft". Mit heißer Nadel genäht, um passend zum Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg zu erscheinen, 11 Jahre nach der ersten Energiekrise und zwei Jahre vor Tschernobyl. Es ist von grundsätzlicher Bedeutung. Es zeigt den Weg zu einer Wirtschaftsweise, an der die Natur an erster Stelle steht, und bei der nicht nur die Finanz-, die Betriebs- oder auch nur die Abfall-Seite betrachtet wird. Kurz: Es zeigt einen Weg zur Naturwirtschaft. Wer das DIN A4-Lesebuch zum durchlesen oder durchblättern haben will, kann sich an uns wenden.

+ + + Aus der Sicht der Gedea ist die Seite Seite 86 interessant. Hier wird der Zustand des Linachkraftwerkes 1981/1984 dargestellt. Inzwischen wurde durch den Einsatz der Gedea die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterStromerzeugung reaktiviert und durch das Riesenengagement der Stadt Vöhrenbach zusammen mit den Zuschussgebern die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterSanierung der Staumauer eingeleitet + + +

+ + + Aus der Sicht der Aktion "Strom aus Bürgerhand" sind die Seiten Seite 88 und 89 interessant. Hier ist der Brief wiedergegeben, mit dem Frank Sucker aus Rottweil 1984 den Titel "Freie Energiestadt Rottweil" beantragt hat, der am 12. Mai 1984 im Alten Gymnasium verliehen und von Stadtwerkedirektor Siegfried Rettich entgegengenommen wurde. Auszüge aus dem Heft "Auszeichnung Freie Energiestadt" finden sich auf Seite 45. Im November 2006 lädt Frank Sucker für eine Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterVeranstaltung des "Arbeitskreises Klimaschutz" der "Lokalen Agenda 21 - Rottweil" ein, bei der die Aktion "Strom aus Bürgerhand" vorgestellt wird. Der Bericht zur Veranstaltung wurde sowohl auf der Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterInternetseite der Agenda 21 veröffentlichst, als auch im Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterSchwarzwälder Boten. Übrigends hat Jann Sörensen zum Bericht im "SchwaBo" einen Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKommantar verfaßt.+ + +

 

6. Blackout: Haltet den Dieb

Am Samstag, den 4. November 2006 fiel gegen 22:15 das Stromnetz in weiten Teilen Europas aus: Blackout, mit Auswirkungen bis Marokko. Eine Hochspannungsleitung wurde gegen 21:30 abgeschaltet, eine andere Hochspannungsleitung geriet gegen 22:10 in Überlast: Dominoeffekt mit Auswirkungen auf die umliegenden Länder. Am Montag stand in der Zeitung zu lesen, dass Politiker den Ausbau der Leitungen forderten. Am Dienstag wehrten sich die Energiekonzerne: Die Netze seien in einem guten Zustand und würden ständig gewartet. Außerdem stand zu lesen, dass es laut dem Berliner Energieforschungsinstitut EEFA  größere Stromausfälle künftig häufiger geben könnte: Schuld seien unkoordinierte Einspeisungen regenerativer Energien. Da fällt mir nur die Windkraft ein. Die hat sich aber erfolgreich zur Wehr gesetzt. Jetzt geht die Suche nach dem Motto "Haltet den Dieb" weiter. Man darf gespannt sein auf den offiziellen Bericht an die Aufsichtsbehörden. Interessant war auch das Tagesthema Schaltfehler:Gefordert wurde mittelfristig eine Trennung der Stromnetze von den Kraftwerken. Auch interessant der Beitrag: Baden-Württemberg kommt glimpflich davon. Da wird auch davon gesprochen, dass die Industrie glimpflich davongekommen sei und ausgesagt: "Gar nicht betroffen seien vermutlich nur Unternehmen, die ein eigenes kleines Kraftwerk haben". Ich war an dem Tag im Krankenhaus. Licht aus, Fernseher aus und kurze Zeit darauf wurde die Stromversorgung wieder hochgefahren. Die eigene Versorgung, die im diesem Bedarfsfall hochfuhr? Das bleibt zu prüfen. Was bisher nicht zu lesen war ist die Frage, ob die Stromnetze nicht besser durch dezentrale Kapazitäten gestützt werden können als durch den Ausbau der Höchstspannungsleitungen. Auch das ist zu prüfen und auf diese Diskussion dürfen wir ebenfalls gespannt sein. Donnerstag, 16.11.2006: Wir haben ihn (den Dieb): E.ON verbreitet, dass das Netz an sich stabil sei und dass auch nicht die Windkraft schuld war. Schuld an dem Blackout waren einige Mitarbeiter.

 

7. Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDeutscher Solarpreis 2006 für Ulrich Jochimsen

Ulrich Jochimsen wurde für den konsequenten Einsatz für sein Konzept ENERGIEBOX geehrt. Am 11.11.2006 erhielt Ulrich Jochimsen für sein langjähriges Wirken für die Anwendung der ENERGIEBOX in den Haushalten zur gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom von Eurosolar den Dt. Solarpreis 2006. Über den Link kommen Sie direkt zur Würdigung von Eurosolar. Dieses deutliche Zeichen von Eurosolar kann zusammen mit der Veröffentlichung des Beitrages von Preben Maegaard im Solarzeitalter Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster3-2006 sehr gut verwendet werden im Gespräch mit weiteren Interessenten oder im Gespräch mit den Politikern (siehe nachfolgenden Aktionsvorschlag: " Politik mitgestalten - Mit den Abgeordneten sprechen"). Wie heißt es doch in der Würdigung: "Besonders dann, wenn hinter den Widerständen wirtschaftliche Interessen und Machtfragen steckten, was bei den genannten Themen meist der Fall war, steigerte sich Ulrich Jochimsens Engagement." Heute sind die Machtfragen bekannt. Es ist an der Zeit, den Ausstieg aus der Atomenergie und den Einstieg in eine dezentrale Energienutzung vor Ort durchzusetzen: Mit einer breit angelegten Kampagne haben wir die Chance, die Erzeugung von "Strom aus Bürgerhand" durchzusetzen. Insofern freue ich mich, dass Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterWind- und Wasserkraft Ostalb e.V. (WWO), ebenfalls Träger des Deutschen Solarpreises 2006 die Aktion unterstützt und dies durch einen Eintrag in unser Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterForum zum Ausdruck gebracht hat. Nachfolgend auch noch die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDankesrede von Ulrich Jochimsen.

 

8. Neue Gas- und Kohlekraftwerke und dann auch noch ohne konsequente Abwärmenutzung!

Am Samstag, den 9. Dezember 2006 in den Stuttgarter Nachrichten auf der Wirtschaftsseite zu lesen: "Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterSüdwest-Stadtwerke schließen Bündnis mit den Spaniern". Die Tübinger Südweststrom, bei der zahlreiche Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterStadtwerke Gesellschafter sind, will mit der Spanischen Iberdrola frünestens 2010 das erste Gaskraftwerk und 2012 das erste Kohlekraftwerk in Betrieb nehmen - keine Rede von Kraft-Wärme-Kopplung. Gleiche Seite - gleiche Welle könnte man sagen: "Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKarlsruhe: EnBW baut Steinkohlekraftwerk"- wieder keine Rede von Kraft-Wärme-Kopplung. Diejehnigen, die im Zusammenhang mit der Abschaltung von Neckarwestheim I den Klimaschutz bemühen, setzen weiter auf die CO2-trächtige Technik der getrennten Erzeugung von Wärme und Strom. Oder täuscht die kurze Pressemeldung? in der Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterOriginal-Pressemitteilung der EnBW ist nicht die Rede von konsequenter Kraft-Wärme-Kopplung - allerdings wird von einer Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Karlsruhe in Sachen Fernwärme gsprochen - ein Vorgang, der der EnBW keine eigene Pressemitteilung wert ist. Fündig wird man bei den Stadtwerken, die in einer Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterPressemitteilung der Stadtwerke Karlsruhe auf die Sicherung von 220 MW Fernwärmeleistung hinweisen (dazu muss auf der Presseseite der Nov. angeklickt werden und dann der Artikel "Langfristige Sicherheit für die Fernwärme in Karlsruhe". Bei dieser Leistung kann bei einem modernen, damit ist wohl gemeint großen Kohlekraftwerk nur von Wärmeauskopplung gesprochen werden, zum Heizkraftwerk wird die Anlage dadurch noch lange nicht. Für den Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterBundesverband Kraft-Wärme-Kopplung blockieren die geplanten Großkraftwerke der Stromkonzerne die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaft, da mehr als die Hälfte des Stroms umweltfreundlich in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden könnte. Derzeit sind es nur 12%. Ein Vorstoß, der auch in den Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDGS-News aufgegriffen wurde. Mehr darüber  auch in dem Beitrag des Deutschlandfunks, der über die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKWK-Gesetz-Seite auf der Seite unserer Aktionsseite erreichbar ist.

 

9. Wirkliches Aktionsbündnis oder einfacher Aktionismus?

Das Land Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterBaden-Württemberg startet ein Aktionsbündnis für Energie, so stand es in der Presse vom 13. Dezember 2006 zu lesen (Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterLink zur online-Fassung). Ein Aktionsbündnis für Energie - da müssten doch alle Kräfte gebündelt werden, die einen Beitrag leisten zur sinnvollen Nutzung von Energie! Geht es nur kurzfristig um die Bündelung einiger Forschungsaktivitäten im Bereich Energie oder geht es langfristig darum, den "Anteil an erneurbaren Energien im Südwesten auszuweiten". Was immer erforscht wird, die maximale Ausweitung ergibt sich bei einer effektiven Nutzung der gewonnenen Energie. Der Einsatz für Strom aus Bürgerhand hat damit zu tun, das Bürger sich mit ihrer ganzen Wirtschaftskraft dafür einsetzen können, erneurbare Energie langfristig effektiv zu nutzen. Da gehört in erster Linie die effiziente Kraft-Wärme-Kopplung zur Anwendung gebracht - in Bürgerhand. Strom muss dort wirtschaftlich erzeugt werden können, wo die Bürger die Abwärme zum Heizen nutzen können und der Strom muss so bezahlt werden, das die Wärmeversorgung aus Stromabwärme preisgünstiger ist als die Verbrennung hochwertiger Brennstoffe. Damit wird nicht nur der Geldbeutel der Bürger sondern auch das Klima für uns alle geschützt. Bei einem wirklich langfristig orientierten Aktionsbündnis muss die Aktion "Strom aus Bürgerhand" dazugehören - zumindest müssen ihre Ziele konsequent berücksichtigt werden!  

 

10. Oettingers Präsent und der EnBW-Vorstoß in der Vorweihnachtszeit

"Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterOettinger wirbt für Atomkraft" stand in den Stuttgarter Nachrichten vom 18. Dezember 2006 zu lesen und weil Weihnachten vor der Tür steht gibt es noch ein Geschenk dazu: Von jedem Euro, der mit der Atomkraft im verlängerten Neckarwestheim I zusätzlich zu verdienen ist, sollen bis zu 50 Cent für erneuerbare Energien zur Verfügung gestellt werden. Geld stinkt nicht - oder doch? Nach dieser Vorbereitung war dann am 21. Dezember 2006 vorne oben in der Mitte zu lesen: "Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterAtommeiler soll länger ans Netz". Diesen Tag hat die Bürgerinitiative in Neckarwestheim vorhergeplant und hat per E-Mail schnell die Aktivisten für eine Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterMahnwache am 21.12.06 von 15.00 - 16.00 Uhr zusammengerufen. Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterSWR berichtet davon - werden die Mahnwache und die Argumente der Bürgerinitiativen auch ins Bild gebracht?

 

11. Nach der Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterEnBW-Anzeige die Richtigstellung: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster"Atomkraft rettet das Klima nicht"

Am 29. Dezember 2006 veröffentlichte Die Tageszeitung, taz unter dem Titel Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster"Atomkraft rettet das Klima nicht" auf der Inland-Seite ein Interview mit Michael Müller, Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Mir scheint, dass die taz noch kurz vor dem Jahreswechsel etwas in Ordnung bringen, sozusagen eine Schuld begleichen wollte. Das Interview wurde mit der Frage eröffnet: "Herr Müller, um Kohlendioxid zu vermeiden will EnBW das AKW Neckarwestheim länger laufen lassen. Freut Sie das als Klimaschützer?" [Und wieso Schuld begleichen? Am 6. Dezember konnten wir die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterEnBW-Anzeige "30 Jahre Neckarwestheim. 30 Jahre Klimaschutz." auf der Wirtschaft und Umwelt-Seite zur Kenntnis nehmen. Eine Anzeige, die eher auf die Wahrheit-Seite der taz gepaßt hätte.] Zurück zum Interview. Sehr interessant - allerdings nicht weitgehend genug. Bei der Frage der Kraft-Wärme-Kopplung wurden zwar erreichbare 60 Prozent des Stroms genannt, als Technik aber nur auf die Fernwärmenetze verwiesen.Fernwärmenetze könnten im Rahmen von kommunalen Lösungen auf der Grundlage von Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterArtikel 28.2 Grundgesetz geregelt werden, da die Gemeinden das Recht haben "Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln". Wie sieht es aber mit der Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterENERGIEBOX in Bürgerhand aus? "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." steht in Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterArtikel 14.2 Grundgesetz. Ein Hausbesitzer muss sein Eigentum beheizen. Kraft-Wärme-Kopplung schont das Klima und dient der weltweiten Allgemeinheit. Es geht technisch und der Hausbesitzer ist eigentlich vom Grundgesetz zur Anwendung verpflichtet. Dann meine ich muss der Staat auch dafür sorgen, das der Hausbesitzer dies wirtschaftlich tun kann, da das Eigentum nach Absatz 1 auch gewährleistet sein muss. Oder soll die Kraft-Wärme-Kopplung nur in den Händen derer realisiert werden, die nicht von den Monopolstrukturen lassen wollen?

 

12. Grüne Hoffnung in Tübingen: Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterWird Tübingen zur Freien Energiestadt?

Von 10 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr auf 3 Tonnen reduzieren ist das Ziel von Boris Palmer, dem neuen Oberbürgermeister von Tübingen. Tübingen hat Stadtwerke und damit einen gewissen Gestaltungsspielraum. Wie wird dieser genutzt werden? Die Stadtwerke Tübingen sind mit Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster5,11 Prozent an der Südweststrom GmbH beteiligt. Unter Ziffer 8 habe ich beklagt, dass Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterSüdwest-Stadtwerke Stromerzeugung planen, ohne über Kraft-Wärme-Kopplung zu sprechen. Die Südweststrom GmbH sitzt in Tübingen.

- Wird sich Tübingen nur auf die "gemeinsame Stromerzeugung" - auch außerhalb des Landes stützen? 

- Wird Tübingen selbst im Rahmen der Stadtwerke in die verstärkte Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung einsteigen?

- Wird Tübingen Raum schaffen für die ENERGIEBOX in  Bürgerhand zur Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung auf fossiler Basis im Sinne unserer Aktion "Strom aus Bürgerhand"?

- Oder wird Tübingen direkt auf die Nutzung der Erneuerbaren Energien in Kraft-Wärme-Kopplung setzen, wie es der langfristigen Zielsetzung der Aktion "Strom aus Bürgerhand" entspricht?

Wir dürfen gespannt sein auf die weitere Entwicklung. Eine Stadt, die heute die technischen Möglichkeiten der dezentralen Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung konsequent umsetzt durch Einbeziehung ihrer Bürger hätte den Titel Freie Energiestadt im wahrsten Sinne des Wortes verdient.

 

 

 

Aktionsvorschläge

1. Politik mitgestalten - Mit den Abgeordneten sprechen:

Die Bundesregierung benennt im Rahmen ihrer Reformprojekte die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterEnergie- und Rohstoffeffizienz mit dem Ziel der nachhaltigen Nutzung der Rohstoffe. Weitere Ziele sind: Die Modernisierung des Kraftwerksparks, der Ausbau von dezentralen Kraftwerken und hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen (KWK), und die Überprüfung der Fördersystematik des Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKWK-Gesetzes auf der Grundlage des kurzfristig vorzulegenden Monitoringberichtes. Alles klar? Können wir das allein dem Gesetzgeber und der Stromlobby überlassen? Sicherlich nicht! Fragen Sie Ihren Bundestagsabgeordneten, wie er die Chancen einer konsequenten Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung einschätzt und die oben genannten Ziele, die schon im Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKoalitionsvertrag (5.4 Energieeffizienz, S. 43, Zeile 2113 - 2135) festgeschrieben sind, umsetzen will. Per E-Mail erreichen Sie Ihren Abgeordneten über die Internetseite des Bundestages und die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterSuche nach den Abgeordneten Ihres Wahlkreises. Ein Vorschlag: Schicken Sie ihm die URL auf den Text von Preben Maegaard "Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterWie die Energiebox die dänische Energiestruktur veränderte" und fragen Sie nach seiner Meinung zu dem dänischen Beispiel und nach seiner Sprechstunde. Sie können sich dazu das Solarzeitalter Heft Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster3-2006 von Eurosolar bestellen und den Text von Preben Maegaard in bester Aufmachung und in bestem Umfeld zur Sprechstunde mitbringen.

 

 

2. Öffentlichkeitsarbeit mitgestalten - Leserbriefe schreiben:

Als Beispiel ein Leserbrief zum ArtikelÖffnet einen externen Link in einem neuen FensterCGM weiter für Kernkraft vom Di. 24.10.06:

„Man muss schon Lösungen als Ersatz anbieten“, war die Kernforderung von CGM(Christliche Gewerkschaft Metall)-Chef Schiller im Atomenergieausstiegsdiskurs mit dem SPD-Ortsverein-Vorsitzenden Gruber. Als ob die Erneuerbaren Energien nicht langfristig die grundsätzlich richtige Lösung für die Zukunft wären. Oder meinte Herr Schiller vielleicht, dass diese Lösung nicht kurzfristig greife und damit keine Lösung in der aktuellen Situation darstelle? Oder hält er auch langfristig nichts von erneuerbaren Energien? Das kann ich mir nicht vorstellen. Wie sieht aber Herr Gruber die zeitliche Dimension. Politik braucht eine langfristige Orientierung, um den richtigen Weg in die Zukunft einzuschlagen. Politik braucht aber auch kurzfristig wirksame Antworten, um in der ganz praktischen Durch­setzung des Beschlusses, Neckarwestheim I abzuschalten, nachvollziehbare Wege anbieten zu können. Mir fehlt in dieser Diskussion der Blick für die ganz praktische Möglichkeit, kurzfristig durch die dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) eine höchst energieeffiziente Stromerzeugung ans Netz zubringen. Dazu bedarf es nur einer konsequenten Reform des KWK-Gesetzes, das ohnehin auf dem Prüfstand steht. Ziel muss sein, die Stromeinspeisepreise so fair zu gestalten, dass die Bürger günstigere Wärmepreise bekommen, die Wärme aus der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung beziehen. Ich empfehle den beiden Kontrahenten sich auf diese Sofortmaßnahme als kurzfristig wirksame Lösung zu einigen, die geeignet ist, eine enorme wirtschaftliche und politische Kraft für mehr ökologisches Wachstum der Wirtschaft, für mehr Arbeitsplätze und für mehr Demokratie zu entfalten. Diese Stromerzeugung in vielen Kleinanlagen, betrieben durch viele Bürger widerspricht weder der Sicht der Christlichen Soziallehre mit ihrem Subsidiaritätsprinzip noch dem graswurzlerischen Teil der SPD-Tradition. „Strom aus Bürgerhand“ ist eine Lösung, auf die sich die Kontrahenten als Ersatz einigen könnten. Auf den weiteren Verlauf der Atom-Ausstiegs-Diskussion bin ich gespannt.

Dieter Schäfer, Brennäckerstraße 7, 71540 Murrhardt

PS: Dem o. g. Artikel gingen zwei Artikel voraus: Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterCGM-Chef leht Atomausstieg ab und Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster"Unkritisches Plädoyer für Kernkraft" .

 

 

3. Flagge zeigen für "Strom aus Bürgerhand":

Wenn unsere Aktion zur breiten Kampagne werden soll und die Politiker auf unser Anliegen aufmerksam machen soll, müssen wir Flagge zeigen - und dabei immer besser werden. Al Gore reflektierte in "eine unbequeme wahrheit" über die Politiker, die Probleme, die ihren Wählern nicht unter den Nägeln bennen gerne auf den nächsten Tag verschieben. Wir müssen darstellen, dass uns die Stromerzeugung aus Bürgerhand ein Anliegen ist. Wir müssen erreichen, dassStrom aus Bürgerhand für viele zum Anliegen wird, wir müssen den Politikern zeigen, wie stark die Idee ist. Dazu müssen wir Flagge zeigen. Bei der Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterMahnwache in Neckarwestheim war die Flagge noch sehr klein. Bei der Vorführung des Films "Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenstereine unbequeme wahrheit" war die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterFlagge in Form eines Bauchladens schon größer und gab zu manchem guten Gespräch Anlass. Wie groß muss die Flagge sein? Brauchen wir ein Transparent? Muss das Transparent immer größer werden oder müssen die Ideen wachsen? Wie können wir unser Anliegen noch besser vermitteln?

 

 

 

Zukünftige Kampagne - oder nur eine gute Idee?

 

Eine gute Idee!

Eine gute Idee ist "Strom aus Bürgerhand" bestimmt. Einfach deshalb, weil die Aktion von der Sache her richtig ist und auch deshalb, weil in der ersten Testphase doch schon einige Zustimmung geäußert wurde.

 

Eine zukünftge Kampagne?

Eine zukünftige Kampagne wird "Strom aus Bürgerhand" aber nur, wenn "Strom aus Bürgerhand" in die Landschaft passt, wenn die Ziele der Kampagne von den engagierten und im Energiebereich kundigen Menschen mitgetragen werden, wenn die Möglichkeiten, die eine Kampagne "Strom aus Bürgerhand" bieten kann, die Arbeit der energieengagierten Menschen bereichert und erleichtert. Wie sieht es damit aus? Wo kann die Kampagne helfen? Wie kann die Kampagne helfen? Wie kann die Kampagne in der Arbeit vor Ort, am Infostand, bei Veranstaltungen u.s.w. eingesetzt werden? Unser Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterForum bietet die Möglichkeit sich einzutragen mit Ideen und Wünschen und all den Dingen, die eine Kampagne breit und erfolgreich werden lässt. Keine Einträge, keine Kampagne, ohne Unterstützung und Ideen vertrocknet die Kampagne wie ein Pflanze ohne Wasser. Was dann bleibt? Auf jeden Fall die Gewissheit, dass es trotzdem eine gute Idee ist.

 

Erst mal eine Aktion!

Um über den Kampagnenvorschlag hinaus zu einer Aktion zu kommen, haben wir die Internetadresse www.strom-aus-buergerhand.de eingerichtet, bei der das Forum angesiedelt ist. Von dieser Seite aus ist dieser Kampagnenvorschlag auch zu erreichen.